Nach 12 Stunden Wartezeit am HH-Flughafen und 0 schlaf, flog ich pünktlich am 31.12. um 8 Uhr ab und schlug ebenso pünktlich um 20 Uhr Ortszeit in Rio auf. Gott sei DANK! Gabi, meine Bekannte die ich auf meinem Paraguay-Einsatz im letzten Jahr kennengelernt hatte, holte mich mit Freundestaxi (aber nicht zu Freundespreis) vom Airport ab. Vorbei an Bussen mit lautgrölenden Jugendlichen kamen wir endlich gegen 9 im Hostel an. Sachen flogen in die Ecke und ich sprang unter die Dusche, während Gabi sich zu ihrer Familie verabschiedete. Die Brasilianer feiern lieber in Familie. So blieb mir noch eine Stunde um Hostel-Freundschaften zu schließen um jemand zu haben mit dem ich an die Copacabana gehen konnte um dort Sylvester zu erleben.
In meinem Zimmer waren noch 5 weitere untergebracht- allesamt Argentinier aus Buenos Aires. Super, die verstand ich wenigstens. So zogen wir um 23 Uhr richtung Copacabana. Auf der Strasse trafen wir auf ca 10.000 andere Leute. Wir zwangen uns durch einen engen ca. 40 grad heissen Autotunnel um nachher auf noch mehr Leute zu treffen. Nach 15 Minuten kamen wir am Strand an- wir waren am Ziel: die „Copa“.
Der Menschenauflauf war riesig ca 2 Mio menschen sollen da gewesen sein. Es gab nen riesen Countdown und dann ein Festfeuerwerk von 5 Plattformen die auf See verankert waren, dahinter konnte man das Event auch von Festdampfern beobachten. (Videoclip stell ich demnächste bei Videogalerie ein).
Nach 15 Minuten war alles vorbei und wir trieben uns zwischen Strand und Strasse herum. Es gab eine riesen Bühne mit vielen brasilianischen guten Musikern anscheinend. Aber durch all die Menschen kamen wir nie dort an. Bei meinen neuen arg. Freunden setzten dann auch bald die Bierauswirkungen ein und wir entschieden spontan mit dem Strom Richtung Hostel zu strömen. Gegen halb 4 waren wir dann auch dort. Das war auch gut, da es nur zwischen 8-10 im Hostel Frühstück gab. Ich schaffte es grad so um 5 vor 10 anzutreten.
Das Frühstück hier ist erstaunlich fülliger als in Argentinien. Es gibt Aufschnitt, Käse, Marmelade.
Danach gings mit 2 Argentinierinnen zum bewölkten Strand, was aber egal war da es trotzdem 27 Grad und drückend schwül war. Die Wellen waren kurz vor Aufschlag auf den Strand etwa 3 Meter hoch, was dem ganzen den Kick gab. Ich glaub ich blieb fast 2 Stunden drinnen und übte mich wie ein Kind im wellenreiten ohne Brett bis ich einen Krampf erst im einen dann im anderen bekam. Der Regen wurde aber immer stärker und so war es ohnehin Zeit zu gehen.
Gabi verspätete sich ca 4 Stunden weil ihr Bus einen Schaden hatte. Ich regte mich aber kaum auf und merkte wie es mir half, dass ich vorher keine Erwartungen hatte an Rio und mich entschied einfach alles zu geniessen so wie es kommt. Und damit fuhr ich ganz gut.
Als sie dann kam, gings mit Gabi nach la Lapa- ein Restaurant~und Künstlerviertel- mit einem unvollendeten Aquädukt am Eingang des Viertels. Die Läden waren voller Menschen und jeder hatte eine Liveband drinnen. Um reinzukommen musste man aber auch 20 Euro loswerden. So haben wir die Musik von der Strasse aus genossen, war ja auch ausreichend. dann genossen wir einen verwässerten Fruchtshake die hier wohl berühmt sein sollen, aber mit schlechtem Service.







Na, Marco, dass du so gelassen warst! Langsam wird´s
Viele Grüße und ein gesegnetes neues Jahr noch aus der Prignitz, bald aber woanders her.
Comment by Heike — January 5, 2011 @ 11:25 AM