December 13, 2009

Erster Tag auf dem EMPI-Gelände

Erster Tag in Cordoba
Nach einer von ständigen Aufwachern geprägten Nacht entschloss ich mich gegen 7 aufzustehen (in D. Ist es jetzt 11) und mal in den Pool zu hüpfen. Selbst um die Zeit waren es schon mind. 25 C draussen.
Heute morgen war ich beim Frühstück dabei dass Marcelo mit 2 Pastorenehepaaren aus B.As hatte, die vielleicht hier als MA anfangen wollen. Erst hat nur Marcelo gesprochen und manchmal die Frauen, später kam der neue/alte Direktor Lewis hinzu. Er erzählte viele trockene Sachen zum Ablauf, wie sie gelder generieren (durch die Camp-Hütten und Fussballplätze an Jugendgruppen)
Wir sprachen auch darüber warum CEC keine allzu gute Sache ist, weil sie nicht die lokalen Arbeiten stärkt, sondern die Leute abzieht und nichts andauerndes schafft.
Ich wollte immer mal was dazwischen sagen aber als ich mir die WORTE zurecht gelegt hatte waren sie auch schon weiter.

Mittags fuhren wir spontan zum Supermarkt und ich kaufte in riesem Tempo von einer ½ Std. alles ein was ich am nötigsten brauchte, meine Liste war noch viel länger aber Marcelo wollte heim und Asado machen, also schmiss ich alles in den Korb, was mir irgendwie bekannt vorkam. Zu Hause merkte ich dass in meinem nagelneuen Kühlschrank schon einige Sachen von Uta eingelagert wurden. Gut dass ich das wusste…

Marcelo beim Grillen

Marcelo beim Grillen

Asado mit Pastorenkollegen

Asado mit Pastorenkollegen

Marcelo bereitete das Asado vor mit Rippchen und Würstchen und wir aßen alle Zusammen mit den Pastoren und Marcelos Kindern.
Während des Essens kam mein Koffer und ich merkte leider zu spät, dass er eine Bruchstelle hatte. Sie müssen über ihn rüber gefahren sein. Wir versuchen zu reklamieren aber bis jetzt haben wir nur den AB erreicht.

Nun ist Siesta-Zeit und ich ordne erstmal meine Sachen. Leider hab ich keinen Kleiderschrank, aber immerhin eine Kommode. Die Wände muss ich mir noch Rostock-freundlich gestalten.

Kurioses: Das interessanteste was ich bisher ihre Straßenmülleimer. Sie sind ungefähr auf einem meter Höhe angebrachte 1×0,50m Eisendrahtkästen auf dem die Mülltüten aus den Haushalten reingelegt werden. Auf meine Frage nach dem Sinn gabs nur eine Antwort: Hunde. (Hunde haben Hunger-reissen Mülltüten auf Boden auf- schmeissen ganzen Dreck rum- Straße ist Chaos). Und wir Deutschen bauen eingezäunte Müllkontainer. Das hätten wir auch billiger haben können.

Abends gegen 20.30 machten wir uns auf den Weg zu einer Gemeindegründungsfeier.
Es war eine alte Baptistenkirche die ihr alter Pastor für Jahre illegal bewohnte, bzw. „besetzt“ hielt. Die Gemeinde war de facto ausgestorben, aber er wollte sich keine andere Wohnung suchen. Mit reichlich Überredungskunst hat man ihr rausbekommen und die Gemeinde renoviert.
So gabs natürlich jede Menge Danksagungen, Lieder, Chor und dann nach 2 Stunden ging die Predigt los. Ich war überrascht, denn ich verstand das meiste aber gegen 12 (bei mir wegen jetlag gefühlte 4 Uhr morgens) ging mir irgendwie die Konzentration verloren.
Aber ich musste durchhalten, denn unser eigentlicher Hintergedanke war das Abendessen danach. Irgendwann nach Mitternacht hatten wir es uns auch redlich verdient. Und dann das: Als Hauptspeise gab es eine Suppe mit Rinderpansenstücken. Hmmm. Ich hatte an Hühnchen gedacht als ich reinbiss. Uta meinte hilfreich: Das ist gleich eine gute Missionarserfahrung. Iss mal. Ich meinte darauf dass ich erstmal die andere Herausforderung mit den Sandwiches und zig verschiedenen Kuchensorten auf mich nehmen werde. Man solls ja nicht gleich übertreiben.

Als uns gegen 1 Uhr die beiden Kinder von Astrid und Jorge zum dritten Male entflogen waren, hätte ich schon im Stehen einschlafen können. Hier liefen auch noch zig andere Kinder zwischen 5 und 15 herum. Die scheinen schon resistent gegen solche Uhrzeiten und Müdigkeit zu sein. Ich muss noch einiges lernen…

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