Samstag lud mich Gabi zu ihren Eltern zum Mittag ein. Auf dem Weg waren wir noch in einer impressionanten Dreiecks-Kathedrale und warteten dann erstmal eine halbe Stunde auf den Bus. Hier gibts auch keinen Fahrplan so wie in Argentina. Das Essen bei ihrer Familie war lecker bis reichhaltig von Fisch, Fleisch, Feihão (mexikanische Bohnensauce), Reis und Salat.
Nach vielen, langen und gemischt-sprachigen Gesprächen machten wir uns um 19 Uhr auf den Weg zu Gabis Gemeinde zum GD, der eig. schon um 18 Uhr anfängt aber weil erstmal verschiedene Musikgruppen und Chöre auftreten, was quasi als Vorspiel funktionierte, war es auch nicht so wichtig. Die Gemeinde hat wohl 9000 Mitglieder aber von denen waren irgendwie nur 200 da. Dafür haben sie ein ca 10 koepfiges Orchester, verschiedene Choere und Ehrenplätze für die Pastoren, die mit dem Gesicht zur Gemeinde sitzen und hinter dem Redner versteckt sind. bei verschiedenen Liedern wurden immer verschiedene Reihe der Gemeinde aufgefordert aufzustehen und stehende zu singen, je nachdem ob gerade der Jugendchor oder Erwachsenenchor sang, stand die jeweilige Altersgruppe auf (wie auf Foto). Dann sprachen verschiedene der zig Pastoren und plötzlich sollte ich aufstehen denn man wollte mich begrüssen. Das einzige was ich verstand war ¨du verstehst gar nichts oder?¨ “Nada”, konnte ich nur antworten. Damit war ich entschuldigt.
Danach gingen wir mit einigen von Gabis Freundinnen Pizza essen, wir sie es wohl immer nach dem GD tun. Das Lokal war so voll dass die Leute sogar draussen warteten auf Plätze. So hatten wir es auch gestern vor den Restaurants mit Livemusik erlebt.
Am nächsten Tag passten wir uns dem trüben Wetter an und liessen den Cristo im Nebel stehen. Also tourten wir durch die Stadt, aber sogar die Kathedrale hatte zu und den Eintritt zu einer Austellung im größten Museum verpassten wir auch um 5 Minuten. Dafür bekamen wir eine Privatführung durchs Rathaus. Nachdem ich über meine kurze Hose eine lange gezogen hatte (=adäquate Kleidung), liessen sich die Türwächter überreden. Gabi meinte auch die Brasilianer sind bekannt für ihr weiches Herz, wenn man ein bisschen anschluchzt und bittebitte sagt, sind sie gewöhnlich sehr entgegen kommend. Nach 5 Stunden Marsch waren wir doch fertig und nahmen die Metro zurück.
Eine kurze Dusche und schon gings abends an einen Strand Barra Tijuca der noch um einiges schöner sein sollte als Copa. Er ist beleuchtet und damit wohl auch um einiges sicherer. Wir sahen jede Menge Fischer und Angler die sich an den Felsen und am Strand verteilten. Kann man ja bei immer noch 25 Grad um 24 Uhr. Wir setzten uns in einen „Saftladen“ (dort gibt’s hauptsächlich Fruchtsäfte) und blieben bis uns die Augen zufielen.





