So sonnig wie der Tag begann so regnerisch hörte er auf. Bei geschätzten 35 Grad putzte ich die Riesenfenster 3 Stunden lang in der neuen Festhalle. Um 12.30 Uhr war ich fertig genug um mein Mittag vorbereiten zu wollen. Leider ging der Gasboiler nicht. Immer noch nicht!
Folgendes spielte sich in den 2 ½ Stunden danach ab:
Marco geht zu Pablo um ihn zu fragen, ob die Gasflasche leer sein könnte.
Pablo schickt Marco zu Jorge, damit der ihm eine neue Gasflasche gibt.
Jorge schickt Marco zu Pablo zurück, damit dieser eine neue Gasflasche besorgt, da es keine mehr auf dem ganzen Gelände gibt
Pablo willigt ein wenn Marco ihm beim aufräumen hilft
Marco hilft,Pablo will abfahren. Marco schneidet Kartoffeln. Es ist 13.15 Uhr.
Marco wird vom Gedanken durchzuckt „was wenn ich mit Pablo mitfahre und wir auch gleich die fehlenden Fahrradteile besorgen?“
Marco sitzt mit Pablo im Auto und verbessert gleichzeitig sein Spanisch. Lernt, dass im Argentinischen viele doppelte Bedeutungen für spanische Worte gibt und viele Argentische Worte die mein Wörterbuch nicht kennt
Pablo fährt zu Gasladen. Keiner macht auf.
Pablo fährt zu sich nach hause. Seine Mama macht auf. Er nimmt was mit.
Wir fahren wieder zum Gasladen. Keiner macht auf.
Wir fahren zum Supermarkt. Marco kauft noch 3-5 andere Dinge die ihm fehlen.
Pablo fährt zum Gasladen. Die Besitzer sind entweder ausgewandert oder halten Siesta
Pablo und Marco fahren zum Fahrradladen. Der Laden ist zu.
Marco bekommt Zustände und fragt sich ob er je mit einem Fahrrad fahren wird?
Es ist 14 Uhr
Pablo hält kurz um „schnell“ mal etwas zu besorgen. Nach 10 Minuten im Auto warten beschließt Marco zu schlafen. Da kommt Pablo mit Hühnchen zurück.
Marco denkt an seine Kartoffeln und an die noch vor ihm liegende Essenszubereitungszeit
Marcos Magen befindet sich in den Kniekehlen
Zurück auf dem Campo lädt Pablo Marco zum Hühnchen ein.
Marco ist zu schwach um sich noch seinen Kartoffeln zu widmen und willigt ein.
Er hat ja eh kein Gas zum kochen. Es ist 15 Uhr!
Hühnchen ist lecker
Abends: Marco stellt aus versehen den Wasserkessel auf den Herd und schaltet ihn ein. Er funktioniert tadellos. ???
Nachmittags habe ich die gute Idee endlich die Wäsche zu waschen. Es fängt an zu nieseln aber ich bleibe positiv. Ich habe schon verfrüht Feierabend und so wollte ich die Zeit nutzen endlich mal das Gelände um den Campo mir anzuschauen.
Es fängt stärker an zu regnen. Ich entscheide zu warten bis der kleine Schauer vorbei ist.
2 Stunden später merke ich dass der Schauer nicht aufhören wird.
Ich gebe auf und verteile die Wäsche in meiner Wohnung.
Abends holen wir Sammy (einen Ehemaligen OJCler) vom Busbahnhof ab. Zu spät wird mir die Fatalität bewusst, dass ich weder genau weiss von wo er kommt, noch mit welcher Busnummer oder Unternehmen.
Es gießt in Strömen so dass die Strassen mangels Kanalisation zu reissenden Strömen werden.
Ich finde mich auf einem Terminal an dem ca 20 Busse nebeneinander halten wieder. Sie kommen alle 5 Minuten. Ich suche Sammy überall. Finde ihn nicht. Nach ca. ½ Stunde sende ich Sturmgebete gen Himmel. Und da plötzlich steht er vor mir. Ein Wunder. Sein Bus hätte es wegen der Sintflut fast nicht bis nach Cordoba geschafft und stand dann eine halbe Stunde vor dem terminal.
Ich freu mich, doch nun habe ich Sergio verloren, der mich fährt. Klasse. Also renne ich wieder durchs Terminal alle Geschosse durch und finde sie nur 10 Minuten später.
Und glücklich schwimmen wir heim.



Marco, wie hältst Du das durch?
))
Sollen wir anfangen zu beten, oder gehts noch aus eigener Kraft?
Liebe Grüße und gutes Durchhalten!
Michael
Comment by Michael — December 21, 2009 @ 11:39 PM
Mit Geduld und Spucke …
aber beten könnt ihr trotzdem.
Comment by Marco — December 25, 2009 @ 3:46 PM