April 17, 2010

Kurs zum Abgewöhnen

Filed under: Argentinien,EMPI,marco schnell — Tags: , , , , — Marco @ 1:00 AM

Der Kurs Zellgruppe 1 ist endlich zu ende und ich bin sehr froh darüber. Er war einfach ein Krampf. Dauernd die rethorischen Fragen unseres Profs auf Kindergartenniveau. Und wenn ich mal Fragen stellte, meinte er „das sei Stoff für Zellgruppe 2“. Den Kurs gibt’s im nächsten Jahr. Heute am Ende des Kurses mussten wir einen Hauskreis darstellen, mit allen vorgefertigten Details wie im Model. Das Model ist einer Mega-Kirche entliehen, die 5000 Zellgruppen hat und daher SEHR durchstrukturiert ist.Abgesehen von der mageren Vermittlungsart war auch der Inhalt eher einem Managementbuch entliehen- mit „Aufsteigenden Erfolgsleiterschritten“. Für die Großstadt wohl ne mögliche Idee, für das ländliche eher nicht.

Ausgelassene Stimmung beim gemeinsamen EMPI-CCMT abend

Am Ende der letzten Woche hatten wir auch einen gemeinsamen Pizza- und Singeabend mit den Studies von der CCMT-Schule (die auch auf unserem Gelände ist). War freudig, laut und mit multikulturellem Liedgut aus Argentinien, Bolivien und Peru.
Diese Woche war meine erste als Leiter. Nämlich der, der Küche fürs Abendbrot. Das ist schwieriger als es klingt, denn es gibt keine Einweisung oder Arbeitsablauf. Wenn man nicht weiter weiss, fragt man halt jemanden aus dem zweiten Jahr oder irgendwen. Wenn wir Glück hatten, kochte die Mittagsköchin vor und wir brauchten bloss aufwärmen. Das Glück hatten wir nur einmal. Wer mich kennt weiss wie nervös ich werde, wenn die Sache nicht zumindest halbwegs klar sind oder ich den Überblick habe. Stellt euch diese Situation in Potenz vor, zumindest anfang der Woche. Mit der Zeit lernte ich mit der Unvollkommenheit und dem Unfähigkeitsgefühl leben. Naja, das Leiterfeedback gibt’s Montag.
Ansonsten hatte ich etwas mehr Gemeinschaft mit dem Rest der Meute, einfach mal dazu setzen zur Kaffee—Zeit und Mate trinken, weil es diese Woche nicht soviel zu lernen gab- das war möglich. Auch hatte ich mit Niko, einem meiner Zimmernachbarn ein gutes Gespräch. Er fragte endlich mal nach wies mir so ging und ich konnte ein bisschen erzählen, auch dass ich letzte Woche wohl das schlimmst überstanden habe. So gab er mir gute Tips und versuchte mich zu ermutigen. Da wir diese Woche einiges in der Gruppe bearbeiten mussten (die Hauskreisvorbereitung) gabs auch Grundlage für ein paar Reibereien, aber die Argentinien unterdrücken sie lieber als sie anzusprechen „Todo bien“- eigentlich alles gut, heisst es dann. Na mal sehen wie lange das hält.

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