Endlich mal eine Möglichkeit zumindest ein paar Gemeindeglieder besser kennenzulernen. Nachdem wir um 9 losfahren wollten (weswegen ich schon um 7.30 von zu hause los bin), schafften wir es endlich um 10.15. Facu, der vorher noch woanders war, schaffte es sprichwörtlich im letzten Moment aufzuspringen, als wir schon ein Stück gefahren waren.
Viele anderen kamen nach und nach an unserem gemeinsamen Treffpunkt im Park, am Rande Cordobas, an. Gegen 12 Uhr waren wir vollständig und begannen mit unserem OpenAir GD. Ein paar Lieder, eine kurze Andacht und dann war Zeit in kleinen Gruppen miteinander zu reden und zu beten. Das war das geistlichste und wunderbar-einfachste was ich bis jetzt in der Gemeinde erlebte. Mit einem aßen Facu und ich dann noch zusammen Mittag und hatten eine super Unterhaltung miteinander.
Ich war gespannt wie das Mittagessen „in der Gemeinschaft“ ablaufen würde. Jeder brachte sein eigenes mit und jeder der nichts hatte, musste zusehen. So kauften wir uns ein altes Schnitzel und etwas Salat, aber dann riefen uns ein paar Ältere der Gemeinde doch noch zu, sie hätten noch etwas Essen übrig, wenn wir denn wollten. Wir wollten. Dann verstreute sich so ziemlich alles zur Siesta und die „Jugendlichen“ (Jovenes ist alles von 16-x-Unverheiratet) spielten eine Art Kreis-Ball oder Basketball, was mich sehr freute, denn so entdeckte ich meine alte OJC- Leidenschaft wieder. Irgendwann traf ich dann sogar auch den Korb.
Danach streckte es mich doch nieder und während die anderen Männer ihr alljährliches Park-Fussballspiel hatten döste ich im Auto eines Gemeindeglieds weg.
Es wunderte mich, dass niemand z.B. von unserem Suppenküchen-Comedor-Team dabei war, aber das schien keinen zu stören. Die Jugendlichen waren eigentlich am stärksten vertreten, ansonsten einige junge Familien und einzelne Frauen.
Mit dem Rest der Leute und den Jugendlichen gabs ein paar kurze Kennenlern-Gespräche (wenigstens das). 3 Wochen sind wir noch in dieser Gemeinde.




