December 13, 2009

Dritter Advent- man merkt es kaum

Nach dem Gottesdienst ist vor dem Gottesdienst

Warum auch immer war ich nach weniger als 6 Stunden wach und wollte erst mal in den Pool springen als ich einem weiteren Leiter der EMPI in die Arme lief. Er fragte mich ob ich nicht zum Morgen-GD mitkommen will. Klar will ich. Wir würden in ner halben Stunde fahren. Claaaro no problema. Spring also fix in den Pool bis mir einfällt, dass ich noch kein Frühstück hatte, aber ich hab ja noch zehn Minuten. Viel zu viel für nen gestandenen Missionar mit fast nix im Kühlschrank :-)

Gegen 9 Uhr wurden wir in der ca. 1000 Mann starken Gemeinde auch hier wie gestern von brüllenden Lautsprechern empfangen, nur noch größer. Von Weihnachtsstimmung nichts zu merken, wäre auch komisch bei 30 Grad im Schatten.

Morgen Gottesdient in der Stadt

Morgen- Gottesdient in der Stadt

Ca 2 Stunden war das Vorprogramm bei Cita con la vida” (so ähnlich wars bloss nicht ganz so dunkel) mit Musik, Bücherwerbung, Ansagen, zig Baby-Segnungen, Berichten über Missionare, Gebete mit Missionaren und Berichte von Missionaren (mir scheint die Gemeinde hat ein Leitthema). Die Musik ging ganz schön ab, wie du Jugend heute sagt, und die Fahnen-,Tamburine-und Bändertänze erinnerten mich sehr stark an Gottesdienste in Südafrika beim Creare.
Also der Pastor kurz vor 12 mit der Predigt anfing (!) betete ich, dass es ein Kurzimpuls wird, aber Gott lächelte nur. Als sich langsam Wirklichkeit und Dichtung vor meinen traumschwangeren Augen mit Spanisch vermischten, wurde ich durch mehrmaliges lautes „Halleluja“ aus den ähm Gedanken gerissen. War das der Freundenschrei weil der Pastor endlich fertig… nein kann nicht sein.
Wars auch nicht, sondern nur die Motivation zum Zehnten-Geben, (nachdem das Opfer schon vorher eingesammelt wurde). Ganz zum Schluss konnte dann, wer unbedingt wollte (und so lange durchgehalten hat) Jesus sein Leben vor der Bühne übergeben. Aber da stürmten schon die meisten aus der Aircondition-gekühlten Luft in die große Hitze vor den Türen.

Zurück im Auto verstand ich nicht mehr die einfachsten Worte, die man mich fragte und antwortete aus einer Mischung aus Spanisch Englisch und Deutsch. Das und meine hämmernden Kopfschmerzen waren für mich das Zeichen, ich sollte etwas ruhen.
Das gelang mir auch für 15 Minuten, bevor der kleine liebe Sohn von Astrid an die Tür hämmerte und zum Mittag rief.

Neue Mitarbeiterunterkünfte und mein momentaner Arbeitsort

Neue Mitarbeiterunterkünfte und mein momentaner Arbeitsort

(Trotz einiger überspitzten Formulierungen kann ich aber nach wie vor sagen, dass ich nichts bereue, mich sehr über die freundliche Aufnahme und Fürsorge freue und immernoch glaube am richtigen Platz zu sein, trotz der langen Zeit die ich schon hier bin) :-)
Ich bin dankbar!

Heute abend bin ich noch zu einem weiteren GD eingeladen…

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