Suuper Anfang: Der Tag fing mit Sonne an. Das war der erste Sonnenmorgen in 2 Wochen. Normalerweise ist es vormittags bedeckt und nachmittags sonnig. Nach einer ¾ Stunde warten kamen dann auch endlich Maurico mit seinem Pick Up und 4 Surfbrettern, Seba, David und Julio. Startklar zum Surfen. Die See war recht ruhig so dass wir lange nach ein paar Wellen suchen mussten. Da wir eh nur auf dem Schaum reiten wollten kein Problem.
Es war super, ich schaffte es ein paar mal fuer ein paar Sekunden mich aufzurichten und richtig loszugleiten. Traumhaftes Gefuehl. Nach etwa einer halben Stunde ging uns etwas die Puste aus, aber wir hielten noch 1 Stunde auf kleinerer Flamme durch, auch wenn es mit dem Balance halten jedes mal schwieriger wurde. Leider mussten wir bald aufhören, da die Jungs noch was anderes vor hatten. Am liebsten haette ich mich fuer den naechsten Surftag verabredet, so genial war es, trotz Brett-Abreibespuren am Bauch. Aber leider ist morgen schon mein letzter Tag in Chile:(
Da das Wetter so genial war, ging es um die Mittagszeit gleich nochmal ans Wasser aber diesmal nur zum Schwimmen (soweit die Wellen es erlaubten). Trotz Saisonanfang ist der Strand noch erholsam unbelebt, wohl auch weil das Wasser noch voller roter Algen ist. Hab mich wie an der Ostsee gefühlt: warm wars zwar aber immer ein kühler Wind. Das Wasser wird von den Bewohnern als “Kühl” eingestuft, geschätzte 20Grad. Weicheier! So vergnügten wir uns den Nachmittag mit Pauli und Franco (meinen zwei Gastgebern, bzw. deren Eltern) bis wir zurück mussten zur Bandprobe, denn morgen abend ist Gottesdienst angesagt mit Weihnachtsanspiel, da der nächste Sonntag ja schon der 25.12. Wenn diese kleinen Erinnerungsereignisse hier nicht wären, könnte man dem Wetter fast vergessen, dass Weihnachtszeit ist.
Im Anschluss daran besuchte ich meinen Ex-Praktikumspastor Gustavo, vom letzten Jahr, der gerade in den Seilen hing vor Erschöpfung. Er ist es, dem vor 3 Wochen seine Frau verstorben ist und nun mit drei Kindern und einem Baby versucht sein Leben neu zu ordnen. Es war ein trauriges aber am Ende sehr ermutigendes Gespräch für beide Seiten, mit der Erkenntnis, dass wir voll und ganz in Gottes Händen sind und er selbst in so einer komplizierten Situation uns weiterträgt, wenn wir uns auf ihn stützen.
So liegen zwei sehr bewegte, beindruckende und schöne Wochen hinter mir, irgendwo (nicht nur örtlich) zwischen Argentinien und Deutschland verhafftet. Ich bin dankbar für alle Begegnungen mit alten Freunden, Ausflüge, schönes Wetter, tolle Herberge (ganz ungeplant und ungewiss am ANfang) und Gottes Bewegen in all dem. ER ist ein praktischer Gott, der zum Glück nicht in den Urlaub geht, sondern uns stehts begleitet. Das ist auch gut so.
Am Montag abend geht mein Flug von Santiago de Chile und am Dienstag bin ich auch schon, genau 24 Stunden später (mit Zeitumstellung) um 17 Uhr in Hamburg (falls mich einer begrüssen möchte:)
















