October 1, 2011
Licht aus, Strom weg, wer kann da noch lernen…
Unsere Kurswoche der “Zwischenmenschlichen Beziehungen” haben wir ohne viel Beziehungsstress gemeistert und freuen uns daher schon jetzt auf die nächste Krise (damit wir das Gelernte anwenden können:)Aber es gibt auch Abendteuerliches zu berichten:
Schon den zweiten Abend in Folge sind wir ohne Strom am Abend und Nacht. Und das nicht etwa wegen eines Unwetters oder weil irgendwo ein Blitz eingeschlagen haette oder ein Sturm fuer knickende Strommasten sorgt, sondern: es ist warm, die Sonne scheint, es ist windstill. 35 C.Alle Cordobeser schalten ihre Klimaanlagen oder Ventilatoren im Gleichtakt an und das hält das Kraftwerk nicht aus. Und so werden als erstes immer die Aussenbezirke gekappt. Nun gibt es im Viertel eine Cooperative die Notstrom oder Notwasser versorgen kann. Aber, da wir am Ende aller Leitungen sind, kommen wir auch hier in den Genuss, die ersten zu sein, wenn es ums abschalten geht. Und dann gibts gar nichts mehr. Das Gute dabei ist, wir vergeuden keine wertvolle Zeit im eh lahmen Internet und haben so mehr Zeit zum lesen und lernen (wenn wir denn Licht haetten).Ein Problem hat nur das Team das mit dem Abendbrot machen dran ist: so wie wir heute und das schon zum zweiten Mal in zwei Wochen. Wir haben uns schon den Spitznamen die „Glühwürmchen“ zugelegt, denn im Kerzenschein suchen wir das Essen zusammen und kochen das was moeglich (und auffindbar) ist. Gott sei Dank hat der Ofen ja Gas.
Plötzlich kam dann das Licht zurück, aber nur fuer 15 Minuten- das haette fast zum Essenmachen gereicht. Aber so sitzen wir wenigstens im gemuetlichen Kerzenschein und „geniessen das Beste der Woche“- denn heute gabs nochmal alle Reste aufgewärmt – mit Liebe zubereitet. Das erinnert mich sehr an die OJC, wo es auch nicht anders war. Es scheint eine Eigenschaft des gemeinschaftlichen Lebens: Das selbe Essen, was man immer wieder begruessen kann.


