February 22, 2011

Verschiedene Highlights

Filed under: Argentinien,Chaco,Praktikum,Saenz Peña — Tags: , , — Marco @ 10:50 PM

Ziemlich bunt waren meine letzten 3 Wochen: Ich durfte erstmalig hier den Teenieabend, dann den Jugendabend halten. Am vorletzten Wochenende machte ich dann einen Band-Workshop für alle Musikinteressierte- 4 1/2 Stunden lang. Mich überraschte selber wie tapfer alle durchhielten. Aber ich vermischte die Theorie auch immer wieder mit musikalischer Anwendung.

Kleine Gemeinde- und das ist nur der Westflügel

Kleine Gemeinde- und das ist nur der Westflügel

Am vergangenen Wochenende, war ich dann zusammen mit EMPI-Leiter Marcelo in der Provinzhauptstadt des Chaco, in Resistencia zu einer Konferenz. Es war eine Pastorenwerbeveranstaltung für eine Landesweite evangelistische Kampagne. Der leitende Pastor selbst hat eine 12000 Mann starke Gemeinde die auf Hauskreis-Basis funktioniert und ist auf “Wunderwerke” spezialisiert. So erlebten sie durch Gebet in den letztjährigen Kampagnen viele Heilungen und Wunder die Gott tat und viele Menschen fanden zu Jesus.
Das alles ermutigte mich sehr, mir mehr Zeit für Gott zu nehmen, nicht nur zum Bibellesen und beten sondern um ihn zu suchen, anzubeten um seiner Selbst willen. Er ist da, warum ihm also nicht öfter begegnen:)

Freudige Celebracion mit allem drum und dran

Diese Tatsache, dass er da ist und die Dinge im Griff hat, half mir auch sehr in den letzten Tagen, an denen einige Konflikte mit dem Teenieleiter auftauchten. Ich merkte wirklich wie Gott mir Ruhe, Einsicht und viel Geduld gab in der ganzen Situation, was uns am Ende dazu brachte den Konflikt zu lösen und sogar, dass er Rat bei mir suchte.
Das kann echt nur Gottes Gnade bewirken.

February 8, 2011

Camping für Anfänger

Filed under: Argentinien,Chaco,marco schnell,Praktikum,Saenz Peña — Tags: , , , — Marco @ 7:30 PM

Alle unter einem Dach- zumindestens beim Essen

4 Tage Camp mit unseren Teens liegen hinter uns und viele Fragen und Zweifel. Es begann alles harmlos mit Programm morgens und spät abends und dazwischen 9 Stunden Freizeit ohne Freizeitprogramm. Nun gut, dafür war das Camp auch umsonst.
Nachdem einer der jüngeren fast ertrunken war, stellten wir ein paar Baderegeln für den Fluss auf und so konnte ich ihn auch geniessen.

Hände hoch zum Gebet

Die in den Plenarien besprochenen Themen waren alle schon „richtig“ und auch „nett“ aber irgendwie fehlte pep, etwas richtig Interessantes, etwas das Hängenbliebt. Ich machte mir den Spass und befragte nach jeder Session 1-2 Jugendliche was ihnen hängen geblieben ist. Die Antwort war in der Mehrzahl kurz: Die Musik war gut, aber vom Thema… hmmm. Nico und ich hatten die Idee Gesprächskleingruppen zu machen um die Themen nochmal aufzugreifen, zu intensivieren, aber darum hatte man uns nicht gebeten. Und da wir schon in der Gemeinde manchmal unangenehm aufgefallen sind mit unseren vorpreschenden Ideen. Im Nachgang hörten wir dann von den leitern, dass sie sich mehr Partizipation von uns gewünscht hätten zB in Kleingruppen… Schade dass sie uns das nicht gesagt haben. Aber das ist eines der kleinen Kommunikationsdefizite die wir hier haben.

Unser Flussdampfer, den wir einmal bestiegen haben

Ansonsten war das Wetter uns gnädig und nicht all zu heiß. Für ein paar Teens wars nicht heiß genug und so kamen sie sich ein wenig zu nahe, was den Leitern nicht sehr gefiel und am letzten Abend alle auf Schlag in ihren Zelten verschwanden. Die Leiter waren sehr geschockt, wir nicht so sehr weil die Teenies selbst in der Gemeinde ein ähnliches Verhalten an den Tag legen. Somit waren wir im Nachgang ganz selbstkritisch und merken dass die bisherige Teenie- und Jugendarbeit kaum etwas Charakterveränderndes hat. Eigentlich wollten wir diesen Problem durch ein verändertes Jugendarbeitskonzept und 1:1 wöchentlichen Gesprächen (persönliche Jüngerschaft) ändern.

Gesprächskreis mit Anfassen

Aber auch das, erfuhren wie nebenbei, ist durch den Pastor erstmal verschoben, weil nicht genügend Leiter dafür vorhanden sind. Und auch die Neuerungen im Programm werden von Woche zu Woche verschoben. Entweder weil keine Übereinkunft entsteht wie wir es zu ändern hätten oder auch die Leiter nicht bereit sind, mehr von sich hineinzugeben, angesetzte Planungstreffen nicht wahrgenommen werden und überhaupt, alles beim alten zu lassen viel bequemer ist.

Vor einem "Gauchito Gil" Altar (Arg. Volksheld) in der nahgelegenen Toba-Siedlung

So gibt’s viel Gedulds- und Gebetsarbeit für uns. Und mir wird immer wieder klar, dass die grosse Gnade mit der Gott mich behandelt, genauso für jeden anderen bereitsteht. Mir gefällt ein Satz den ich vor kurzem las „ich muss dich nicht zuerst verändern wollen, sondern lieben können.“