Seit zwei Wochen bin ich wieder zurück in Deutschland. Ich kam direkt zur OJC für eine Ruhe,- Austausch,- und Wiedersehenswoche mit den Freunden der OJC zu haben und meinen ehemaligen Mannschaftlern. Ersteres gabs nicht, dafür viel vom letzteren. Das half mir das Jahr nochmal aktiv Revue passieren zu lassen, auch in der Vorbereitung auf meinen Argentinien-Bericht den ich dort und anschließend noch an weiteren Orten abends zum besten gab.
Das schönste Erlebnis jedoch war, dass an diesem Wochenende wirklich ALLE kamen, die das Jahr mit mir in der OJC verbracht hatten. Wir lachten viel, unterhielten uns ausgiebig, kochten und sangen zusammen- wie in alten Zeiten nur etwas friedlicher
So kam kam ich dort auch ein Stück nach Hause auch wenn jetzt als nicht mehr direkt dazugehöriger, sondern als Ehemaliger.
Auch begeisterte mich schon auf der Herfahrt einfach alles was gemeinhin als „deutsch“ betituliert wird: der besonderer Häuserbaustil, die (so kühlen) Menschen, die winterliche Ruhe, das Weiss überall und nicht zu verachten: ich kann wieder alle verstehen (naja bei den Schwaben hatte ich schon ein paar Probleme). Es ist schön wieder in der Heimat zu sein.
Im Anschluss gings für ein paar Tage zu einem guten Freund nahe Zwickau, den ich unbedingt besuchen wollte und auch dort gabs für mich eine „Auftank- und Ankommmöglichkeit“ über die ich sehr dankbar bin. Sogar einen Nachmittagsabstecher nach Tschechien haben wir gemacht.
So wie ich in Argentinien alles verglichen habe, was mir so neu und fremd ist, merke ich auch wie ich hier jetzt einen (noch) stärkeren Blick dafür bekommen habe, „wie wir Deutschen denn so sind“. Das schreibe ich jetzt lieber nicht auf, ich will ja noch ein paar Freunde behalten, aber es bringt mich doch immer wieder zum schmunzeln, denn ich bin ja auch so
Nach einer Woche kam ich dann endlich in Rostock an, wo gleich ein Berg an Verbindlichkeiten über mich herein brach, der eine Kettenreaktion hervorruf; die Post wollte durchgesehen und beantwortet werden, ich musste mich wieder anmelden, damit ich offiziell arbeitslos sein darf, damit ich wieder krankenversichert sein kann (in Arg. gings ohne), damit ich alle meine Arztbesuche in die nächsten zwei Wochen quetschen kann, auch um den Führerschein zu verlängern und und und. Gut das ich Urlaub habe:)
Letztes Wochenende war ich in Penkun bei der Europäischen Missionsgemeinschaft mit der ich seit Jahren freundschaftlich verbunden bin und berichtete über Argentinien. Aber wir sprachen auch über die Zeit nach meinem Studium und es sieht danach aus, dass ich unter ihrem Dach meine missionologische Heimat finden werde. Es erfüllt mich ganz besonders mit Freude, dass sie in Mecklenburg-Vorpommern beheimatet, das gibt nochmal eine spezielle Verbindung. Wer wissen möchte wo sie überall im Einsatz sind: www.emg.org
Aber ich freue mich auch, dass ich Zeit haben werde liebe Freunde endlich wieder zu sehen und uns über das Geschehene des Vergangenen Jahres austauschen können.