Tagsueber war in der Naehe des Hauptplatzes eine Praesentation mit 15 Frauen in Weissen Kleidern, die sich mal bewegten dann einfrohren und weitergingen. Eine Art mimische Choreografie zum „Tag der Umwelt“. Was diese tanzenden Frauen mit der Umwelt zu tun haben, erschloss sich mir bis zum Schluss nicht, aber es war schoen anzusehen.
Nachmittags gings dann zum Adolescentes- Treffen. Ich gab meine letzte Piano Stunde einem 40 jaehrigen Marco. Er war nach all den Wochen des Angebots an die Teens der einzige der uebrig blieb und dem ich jeden Samstag fuer 4 Wochen eine Klavierstunde gab. Am Schluss sprach ich dann mit ihm ueber seine Gottesbeziehung (die er hatte) und versuchte ihn zu ermutigen eine Celula zu besuchen (woran er kein wirkliches Interesse hatte). Ich merkte aber auch keine wirkliche Motivation und so endete das Gespreach darueber bald.
Nach kurzem ueblichen Lobpreis mit Teens und “Vor-Teens, wie sie hier genannt werden, teilten wir die Gruppe wie immer und ich ging mit den Teenies. Meli und Guille, die beiden Leiter, waren immer noch nicht da und so improvisierte ich und fragte sie ob sie die „wochenaufgabe“ erfuellt haetten, heisst, fuer einen der Gruppe zu beten und von Gott zu hoeren. Ersteres machten einige, andere nicht, letzteres keiner. Als wir gerade mit einer Anbetungszeit beginnen wollten, Stimme zu leiten, kam endlich Meli.
Ich erinnerte mich an ihre Worte „du musst immer vorbereitet sein. falls mal ein Verantwortlicher nicht da ist“. Das haette ich mal sein sollen. Es faellt mir immer noch schwer.
Ich spielte sie sang, der Rest machte mehr oder weniger mit. Dann begann sie mit dem Thema, was mehr oder weniger auf Gemeinschaft mit Gott, Gottesbild und gebet herauslief. Wir teilten uns in kleine Gruppen und sie stellte uns Fragen, die wir zuerst in diesen Gruppen beantworteten, dann fuer alle. Und so machten wirklich fast alle mit. Das war schon ein Teilsieg. Am Ende beteten wir dann fuer einander. Muss mir immer wieder sagen, dass Gott auch wirken kann, trotz mir oder auch ausserhalb MEINES Plans.
Mittlerweile ist die letzte Woche bei EMPI angebrochen. Es werden noch schnell versaeumte Examen nachgeholt, alles blitz blank geputzt und die Abschiedszeremonie- und “Promocion” die Freitag stattfindet. Ausdruecklich von der Direktive gewuenscht ist auch, dass “wir uns noch mal gemeinsam zu einem Mate hinsetzen und nochmal richtig Zeit nehmen zum plauschen”. Dem wird gerne und oft nachgegangen.


