Spontan gab mir am Freitag Gussy die Erlaubnis mit Pauli und ihrer Familie, die sie zum Studium brachten, mit nach Valparaiso zu fahren. Seit ich mal einen Chile Führer gelesen habe, hat mich diese Stadt angezogen und ich habs mir innerlich schon gewünscht die Stadt kennenzulernen
Wir brachen um 5 Uhr morgen auf und kamen nach 6 Stunden Fahrt in Viña del Mar an, der Nachbarstadt. Eine Stadt geht dabei in die andere über, im Prinzip genauso wie hier Coquimbo und La Serena, nur sind die anderen Städte 2 fach so groß. Auch dort ist es so dass eine Stadt eher industriellen Schwerpunkt hat: Valparaiso, wie hier Coquimbo und die andere Stadt den touristischen.
Wir kamen im Haus von Paulis Großeltern unter, beide sehr luschtig und haben ein Haus mit einem traumhaften Blick über das zwar vollgebaute aber trotzdem schöne Tal und im Anschluss daran, aufs Meer. Der Wind ist hier steifer aber dafür ist es auch wärmer.
Bei unserer Ankunft waren es bestimmt 25 Grad.
Nach einem leckeren Asado gingen wir „jungen Leute“ (naja auf den Rest traf es eher zu) die Stadt unsicher machen. Wir fuhren mit den berühmten Ascensores (Aufzügen), die die Ober- mit der Unterstadt verbanden als es noch keinen Busverkehr gab. Von ihrer Masse sind aber nur noch ein paar übrig geblieben, weil es die Stadt zuviel kostet.
So bekamen wir aber die wunderschönen englischen Kolonialhäuser zu sehen, die in allen Farben aufleuchten. Die müssen schon Salvador Allende gefallen haben, der hier geboren wurde. Wir erklommen also die unterschiedlichsten Hügel mit den steilsten Treppen oder voll-gespraytesten Wänden. Der Überseehafen, der der größte in Chile ist, hatte nicht viel reizvolles zu bieten, abegesehen von einem auf halb 8 liegenden Schiff, dass beim letzten großen Sturm zu nahe an die Küste geweht wurde und nun wir klar Schiff gemacht werden muss:)
Sonntag wachte ich mal nicht extrem frierend auf und merkte so, dass Holzhäuser sich morgens schneller aufheizen und nachts nicht so stark auskühlen.
Um halb 12 Begann der GD in einer alten International Church, bei dem einer der Pastoren Ami ist. Der GD wurde wegen Kindertag hier komplett von Kindern gestaltet, was nett war aber nicht gerade umwerfend. Wir sprachen dann noch mit dem Pastor, weil Paulis Vater gerne sie dem Pastor vorgestellt haben wollte, wegen Fürsorge und so. Sie studiert Recht und da trifft es sich gut dass auch in der Gemeinde drei Richter sind und x Jurastudenten. Das kann uns vielleicht auch mal helfen als Gemeinde hier, Anwälte kann man immer gebrauchen.
Wir fuhren dann noch etwas durch Viña und sahen von weitem das Präsidentengehöft und hatten nen Super Ausblick auf die Untere Stadt.
Dann gings noch zum Mittag essen zu den Großeltern, bevor wir uns in strahlendem Sonnenschein auf den Rückweg machten.
Fix und alle kamen wir um kurz vor 0 Uhr in Coquimbo an.















