Wir kamen nicht in an in Chile, wir wurden hineingesogen; in die Stadt, das Leben, die Gemeinde. Nach unserer um einen Tag verspäteten Ankunft in Chile wegen Schneefalls auf dem Grenzpass stiegen wir am darauffolgenden Tag gleich mit einem Abend mit den Jugendleitern ein
Nico- mein Kompanion und ich teilten uns auf; ich erzählte Zeugnisartig (weil das das einzige ist was ich bis jetzt auf Spanisch kann) und er unterlegte einen kurzen Bibelteil. Die Jugendleiter waren sichtlich berührt, irgendwas von Gott war im Raum spürbar.
Das verstärkte sich, als wir zwei Tage später zum gemeinsamen Gebet zusammenkamen. Gott war spürbar unter uns und einige erlebten zum ersten Mal eine tiefe Begegnung und Berührung durch den lebendigen Gott, die sich bei jedem anders ausdrückte.
Es war wunderbar zu erleben wie Gott uns seine Gegenwart und Liebe spüren ließ und ich lernte wie kraftvoll es ist wenn wir den Namen Jesus proklamieren.
Auch durfte ich am Jugendgottesdienst Einblicke in das Geben, was hier „das wahre Lebens eines Missionars“ nennen, geben. Auch wenn ich mich nicht als solcher fühle, konnte ich ihnen doch ein paar Erlebnisse davon weitergeben, wie Gott mich den ganzen Weg bis nach Argentinien und Chile geführt hat und das auf Gottes natürlich- übernatürliche Art.
Ich lernte auch eine Missionsfamilie aus Deutschland kennen, die seit vielen Jahren hier als im Missions- und Gemeindedienst tätig sind und sie konnten mir einige wertvolle Tipps zu meinem Aufenthalt in Chile geben.
Leider habe ich ausser beim aus dem Fenster sehen nicht viel von den Anden oder auch dem Zentrum Santiagos mitbekommen, ausser durch einen Kurzbesuch in einer touristen-berühmten Gaststätte „Die Läusebude“. Das Essen war typisch chilenisch, mit einer doppelten Portion Schweinesteak. Parallel konnten den dieswöchigen deutschen Fussballsieg genießen.
Auch das gehört hier zur Kultur- Fussball über alles. Wenn Chile spielt, steht alles still. Leute hören auf zu arbeiten, die Schüler bekommen frei, oder einen Fernseher ins Klassenzimmer.
Soviel Fussball wie hier habe ich noch nie geschaut. Dieses Land verändert einen wirklich
Der Höhepunkt der Woche war für mich der Bandworkshop, den ich gestern abend für die Jugendband gegeben habe. Hat mich zwar viel überwindung und zwei Tage Vorbereitung gekostet, ist dann aber doch besser gelaufen als erwartet. Ich denke die Jugendlichen haben das meiste nicht nur verstanden sondern auch aufgenommen. Dadurch fällt es mir sehr schwer die Leute hier wieder zu verlassen und mich auf den Weg nach Coquimbo/ La Serena einer Stadt im Norden und somit meinem eigentlichen Praktikumsort zu machen. Ich bete, dass Gott die Jugendlichen weiter so persönlich berührt und leitet, so dass sie auch Auswirkungen auf Menschen ausserhalb der Gemeinde haben. Ein Jugendlicher hat voller Begeisterung die Mutter seiner Freundin zum Gottesdienst eingeladen, die sonst immer freundlich abgelehnt hat. Wenn Gott den Mut schenkt und Herzen berührt, wer kann da widerstehen.


















