March 26, 2010

Wochenende gut, alles gut

Filed under: Argentinien,EMPI,marco schnell — Tags: , , , , — Marco @ 11:47 PM

Nach einem schweren Start, ist die Woche doch relativ glimpflich ausgegangen. Der Kurs Estdio Biblico inductivo war sogar sehr interessant. Wir lernten das Observieren eines Biblischen Textes bis ins Mark, wenn man nur die richtigen Fragen stellt und ein bisschen Kontext kennt kann man sich 5 Stunden mit 10 Versen beschäftigen. Sie hat mich richtig auf den Geschmack gebracht mal von so einer Seite an einen biblischen Text heranzugehen.
Ausserdem haben wir viele Übungen zu Gruppendynamiken gemacht. Laut Proffe habe ich mich da im Lauf der Woche in der Gruppenarbeit sehr verbessert. Am Anfang habe ich nur versucht, zu überleben- Verstehen der anderen und gelegentlich Antworten. Am Ende der Woche konnte ich sogar versuchen andere zu integrieren, die wirklich Schwierigkeiten hatten sich vor Gruppen zu artikulieren.
Die Proffe war auch sehr nett, in dem sie alles sehr langsam und ausführlich erklärt hat, so dass es auch weniger Sprachbegabte verstehen können. So schloss ich den Kurs mit 8 ½ von 10 Punkten ab, was hier wohl ziemlich gut ist. Wenn das so bleibt bin ich zufrieden.

Nach unseren sehr späten Abendessen war ich regelmässig sehr schnell verschwunden, mein Bett rief doch zu laut. Auch habe ich die lange Nachmittagspause sehr zu schätzen gelernt.Erst gestern kam es mal zu einem längeren Gespräch bei Tisch,was sich dann noch 2 Stunden weiter hinauszögerte.

Gespannte Aufmerksamkeit im Sonnenschein

Der zweite Kurs den wir hatten war mehr Interpretationstechniken für Textarbeit Klasse 8, als „Studienlernmethoden.“ Schade, aber dafür redete die Lektorin so schnell, dass ich Mühe hatte mitzukommen und wir lasen verschiedenste Inhalte von Sherlock Holmes bis zu einem Text über die Rolling Stones. Das machte mir nochmal bewusst, wieviele Vokabeln mir in der Fläche fehlen (falls ich das schon mal vergessen hätte). Es war aber nur ein Crash-Kurs also ohne Bewertung. Morgen, am Samstag gibt’s noch nen Kurzkurs. Einen Literatur-Verteil-Kurs von der Bibelgesellschaft.
Dann haben wir aber wirklich frei… wenn wir nicht mal wieder umziehen würden. Diesmal gehts noch ein Stockwerk rauf- da ist zwar auch noch alles einigermaßen im Rohbau, aber so wirds auch erstmal bleiben, weil kein Geld für den Weiterbau da ist. Alles wie im richtigen Leben.

March 24, 2010

Erster Tag irgendwie rumgekriegt

Filed under: Argentinien,EMPI,marco schnell — Tags: , , , , , , — Marco @ 12:24 AM

Bin vorbildlich um halb 7 uffgestanden, um auch Zeit für die im tägl. Plan enthaltene Stille Zeit voll auszunutzen. Es hat sich sehr gelohnt, eine Stunde Anbetung und kurzes Bibellesen, vermischt mit einem grandioser glutroter Sonnenaufgang, wenn Gott da nicht drin war, weiss ich auch nicht. War dadurch sehr für den Tag ermutigt. So gelang es mir auch mit einer positiveren Einstellung als gestern in den Tag zu gehen und mich auf ihn zu freuen.

Das ist zwar ein Sonnenuntergangsbild- aber ähnlich feurig sah es aus

Dann entspanntes (und minimales) Um halb 10 gings mit allg. Infos los, ca 1 Stunde. So konnte ich im Anschluss noch mein letztes Videomaterial drehen und bin somit (nachdem ich jmd. Um seine Meinung gefragt habe und das halbe Video erneut umgestellt habe), zu 95% fertig. Halleluja. Das wars dann auch wofür der Rest meines überraschend freien Vormittags drauf ging und auch meine Nachmittagspause.

Kursstart

Um 15.30 Uhr gings dann mit dem ersten Kurs los: „Wie studiere ich in der Gruppe?“ Wir machten ein paar pädagogische Vorstellungsspielchen, wobei wir vorbildlich von den sichtbaren, zu den verborgenen, inneren Persönlichkeitsmerkmalen gingen. Lustige Bilder mit Fragen wie: „und welchem Boot oder Tier bist du ähnlich?“,sollten da helfen. Das war für mich aber schon schwer genug, da ich die Worte für die meisten Boote noch nie gehört hatte und dann zu begründen, warum ich eine Karavelle bin, war dann fast schon unmöglich.
Gut war aber, dass wir alles durchspielten, schließlich soll uns das (und wohl noch viel mehr) als Grundlage für die Arbeit mit Kleingruppen dienen.
Danach wurde es schon etwas intensiver. Wir lernten biblische Texte in Erzählungen, Poesie und Diskurs einzuteilen. Oberste Priorität war: Beobachte und beachte den Kontext! Passt ja super in meine Gesamtsituation.
Gegen 17 Uhr war mir der Kontext egal, denn ich war ob der ganzen Gruppenarbeit völlig alle. Nach einer Pause und etwas schwarzem Tee gings aber wieder und ich konnte mich bis zum Ende um 19.30 Uhr wach halten. Dann gings an die Küchenarbeit
Ich drückte mich noch ein Weilchen weil ich grad ein spannendes Thema mit der Professorin besprach. Schließlich waren wir mit dem Abendessen machen noch bis nach 21 Uhr beschäftigt, so dass wir erst kurz nach 22 Uhr mit allem Abwasch fertig waren. Nun liegt mir der Gemüseauflauf schwer im Magen. Wie soll ich mich bloss an diese Essenszeiten gewöhnen? Unglaublich, aber der ganze Abendbrotablauf, dauert so gut 2 ½ Std. Frage mich wann man da noch lernen soll. Liege jetzt schon gedanklich im Bett. Gute Nacht.

March 21, 2010

Machupichu-Offenbarung

Filed under: marco schnell — Tags: , , , , — Marco @ 9:18 PM

Wer mal sehen will, was sich hinter einem normalen Berg versteckt, wenn man ihn zur Seite dreht kann sich diese Powerpoin-Präsentation herunterladen. Es ist wirklich genial!
MACHUPICHU

March 18, 2010

Zurück auf Start

Filed under: marco schnell — Tags: , , — Marco @ 8:53 PM

Heute kam der Hauptteil der 1.-Jahres-Studenten und schon fingen die Schwierigkeiten an. Ich war noch gerade beschäftigt meine Sachen aufzuräumen und Platz zu schaffen, meinen Kleiderständer musste ich ja abgegben, ansonsten hat jeder nur ein Regalchen, da kam der Bus mit den „Neuen“ an 1 Ehepaar, 5 Frauen und 3 Männer. Ich wollte grad zum Frisör, den ich nun endlich in der Nähe gefunden entdeckt habe, aber Marcelo machte mir einen Strich durch die Rechnung „denn jetzt müsse erstmal die Büros aus- und umgeräumt werden. Nebenbei wuschen noch meine Wäschen. So packte ich weiter mein Krams um und rannte immer mal wieder zum Büro, um hier einen Schrank und dort ein Bett herumzutragen. Warum das bis auf den letzten Tag verschoben wurde, ist mir ein Rätsel, aber das ist hier Kultur- erst sind alle entspannt und warten bis zum letzten Moment und dann bricht die Panik und Hektik aus und alles andere ist zweitrangig.

Auch gab mir Uta eine Lektion in Sachen „Kulturanpassung“. Ich solle am Anfang erstmal zuschauen und aufnehmen und BLOSS NICHT vergleichen und schon gar nicht verurteilen (wie schlecht das hier ist und wie gut zu Hause). Das gelang mir auch genau eine ½ Stunde bis zum Frühstück. Sie essen hier ja nur ein Stück Trockengebäck mit Mate und ich holte erstmal Salami, Honig und Marmelade heraus und sie fragten sich und mich, ob ich gar nicht mehr aufhören wolle zu essen. Also musste ich ihnen erklären, was ich unter einem richtigen Frühstück verstehe und da kommt man zwangsläufig auf Essgewohnheiten zu sprechen. Eine sagte dann „jaja uns wird nachgesagt uns sehr ungesund zu ernähren- wenig am Morgen und sehr viel zum Abendbrot und das auch noch sehr spät“. Was soll ich dazu noch sagen? Einsicht ist der erste Weg… Ich hab schon angefragt ob wir nicht wenigstens ein bisschen früher essen können, statt 21 Uhr vielleicht um 8, aber das ging dann im allgemeinen, “man sollte und man müsste, und eigentlich essen wir zu Hause um 23 Uhr“, unter. Ich weiss es ist nicht gemeinschaftsfördernd, aber ich werde wohl auch weiterhin meine „Extrawurst“ im wahrsten Sinne des Wortes essen. Gegen frühen Abend, so erfuhr ich, macht tatsächlich jeder für sich eine „Brotzeit“ wieder mit etwas Gebäck und Mate (weil der sehr sättigt) um bis zum späten Abend durchzuhalten. Die Neuen sind aus allen Provinzen zusammen gekarrt, viele aus dem Chaco, die sind besonders ruhig. Ausser einem fallen alle durch ihren Mangel an Ausstrahlung auf. Ich frage mich da schon, wie die mal vor Leuten sprechen wollen, aber Veränderung ist ja möglich. Bei mir gings ja auch halbwegs :)
Das Mittagessen war dann auch so ruhig wie bisher keines zuvor und ICH habe versucht Gespräch zu initieren, auf Spanisch, haha. Nach dem Essen war ich so fertig, dass ich mich erstmal hinlegte. Danach gings zu meiner täglichen 10-Minuten Schwimmrunde. Dann startete ich einen neuen Versuch mich mit warmen Wasser zu rasieren. Klingt einfach, ist es aber nicht. Unser Bad ist zur Zeit die Dusche des Swimmingpools- ohne Spiegel und mit Kaltwasserwaschbecken. Die Duschen haben seit gestern Warmwasser, wenn nicht gerade der Pool aufgefüllt wird, oder wie heute, der Haupthahn einfach abgestellt wird. Und so marschiere ich manchmal erst eine Halbe Stunde von Person A zu Person B um zu fragen, wer was weiss und wer das reparieren kann.
Mein nächster Versuch zum Haareschneiden zu kommen, scheiterte daran, dass ein Familienvater seine kleine Tochter vom Kindergarten abholen musste mit unserem einzigen Gruppenfahrrad. Und so bin ich gleich am ersten neuen Tag des Studiums, voller Frust, weil die Sachen nicht nach meiner Nase laufen bzw. Sachen einfach nicht so funktionieren wie sie mit etwas Planung könnten. Es ist ein bisschen wie die ersten 2 Wochen im Dezember. Und so hat Utas Rat nicht zu verurteilen, sondern mit einer positiven Einstellung alles aufzunehmen grad etwas sehr praktisch-herausforderndes. Heute um 19 Uhr ist unser ersten Gruppentreffen. Ich hoffe es vorher zum Frisör geschafft zu haben.

Markterlebnisse und Videos von Itaipú über Iguazú nach Buenos Aires und Uruguay

Filed under: Argentinien,marco schnell — Tags: , , , , , , , — Marco @ 2:42 AM
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großes Zimmer für 6 Personen?- eig. Unterrichtsraum

Vormittags war ich wieder in der Stadt und hab endlich mal alle meine Sachen besorgen können. Es braucht nicht viel um mich glücklich zu machen- eine Nachttischlampe, nen Teestecker und meine Plakate, die ich von Buenos Aires und den Iguazu-Wasserfällen mitbrachte, sind fertig laminiert und ich kann sie endlich aufhängen. Heute kam mein erster Mitstudent an. Noch ist das Zimmer ziemlich leer aber allein meine Sachen nehmen schon die Hälfte des Platzes ein, weil wir keine Schränke oder Tische haben. Dafür hat aber jeder ein Doppelstockbett für sich, also ein Bett als Ablage.

Vom Zahnarzt habe ich eine „Nachtschiene“ verpasst bekommen gegen mein nächtliches Knirschen und Phantom-Zahnschmerzen. Jetzt knirscht nur noch meine Brieftasche.

Nachmittags waren wir mit Marcelo Gemüse in der Großmarkthalle kaufen, da geben sie Waren nur Kistenweise ab- eher 10 kg Tomaten als 5, dafür kostet das Kilo aber auch nur 45-50 cent. Der Markt erstreckt über 5 Riesenhallen mit aber mehr oder weniger dem selben Obst-und Gemüseangebot. Sehr angenehm ist, dass sich die Händler nie aufdrängen. Sie antworten nett wenn man sie fragt und verweisen einen auch gerne weiter. Auch kann man nicht viel feilschen. Die Preise sind relativ fest, handeln ist nicht ihr Ding. Das ist gut für die Touristen, die keinen Ahnung von Preisen haben :)

Gedanken zum Thema Jüngerschaft
Auf dem Weg habe ich Marcelo ausgefragt über Jüngerschaft. Er meint Zell-Kirchen sind die Zukunft, weil dort Jüngerschaft stattfinden kann. Er stellt sich vor, das man sich einmal die Woche trifft-ähnlich wie unsere Hauskreise. Zusätzlich besucht der Leiter die Leute auch unter der Woche, man macht gemeinsame Aktionen, Spiel, Sport und Spass- also teilt wirklich das Leben. Das hört sich gut an, ist aber auch seiner Meinung nach auf dem Land eher machbar als in der Großstadt, auch weil die Leute dort mehr Zeit frei haben und das Treffen und soziale Veranstaltungen höheren Stellenwert haben
Wenn die Zelle dann max. 15 Leute erreicht hat, wird geteilt. Ein paar gründen dann in einem anderen Stadtteil oder in einer anderen Stadt eine Neue, für kürzere Wege der Teilnehmer und um neue Personen zu erreichen.


Erlebnisse in Buenos Aires und Uruguay


Itaipú- Unser Besuch beim größten Staudamm der Welt


Foz de Iguazú- Beeindruckende Wasserfälle, die kein Ende zu nehmen scheinen.

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